Weiterberechnung von Lieferkosten

TiHo
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Weiterberechnung von Lieferkosten

Beitragvon TiHo » 15. Jul 2020, 13:44

Hallo, ich habe eine Frage zu folgendem Sachverhalt.

Einem unserer Hochschul-Institute werden Frachtkosten von Fedex in Rechnung gestellt.
Die Frachtkosten beziehen sich auf Lieferungen an Kunden in umsatzsteuerliche Drittländer bzw. innerhalb der EU.
In der Rechnung werden die Kosten für die Lieferungen ins Drittland ohne Umsatzsteuer, für die Lieferungen innerhalb der EU mit Umsatzsteuer berechnet.

Jetzt meine Frage:
Wenn unser Institut diese Kosten jetzt an die Kunden im Drittland bzw. in der EU weiterberechnet, muss dann von unserem Institut Umsatzsteuer in der Rechnung ausgewiesen werden? Also wie würde die Weiterberechnung der Kosten für die Drittländer und wie für die EU-Länder aussehen?

Hat es eine Auswirkung auf den Ausweis von Umsatzsteuer in der Rechnung, ob das Institut zum Vorsteuerabzug berechtigt ist?

Für Hilfe wäre ich sehr dankbar.

Tom998
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Re: Weiterberechnung von Lieferkosten

Beitragvon Tom998 » 15. Jul 2020, 15:45

Wenn unser Institut diese Kosten jetzt an die Kunden im Drittland bzw. in der EU weiterberechnet, muss dann von unserem Institut Umsatzsteuer in der Rechnung ausgewiesen werden?
Versandkosten teilen das Schicksal der Hauptleistung.
Hat es eine Auswirkung auf den Ausweis von Umsatzsteuer in der Rechnung, ob das Institut zum Vorsteuerabzug berechtigt ist?
Zum Vorsteuerabzug kann es ja nur berechtigt sein, wenn es Umsätze tätigt, die den Vorsteuerabzug nicht ausschließen. Wie eine Rechnung auszusehen hat, steht im § 14.

TiHo
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Re: Weiterberechnung von Lieferkosten

Beitragvon TiHo » 15. Jul 2020, 16:29

Hm, erstmal Danke für die Antwort.

Soll es bedeuten, dass die Rechnung vom Institut

an Kunden im Drittland keine Umsatzsteuer enthalten darf, da Fedex dem Institut auch keine USt berechnet hat ?
an Kunden in der EU mit Umsatzsteuerausweis zu erfolgen hat, da Fedex dem Institut auch welche in Rechnung gestellt hat ?
Hat es eine Auswirkung auf den Ausweis von Umsatzsteuer in der Rechnung, ob das Institut zum Vorsteuerabzug berechtigt ist?
Zum Vorsteuerabzug kann es ja nur berechtigt sein, wenn es Umsätze tätigt, die den Vorsteuerabzug nicht ausschließen. Wie eine Rechnung auszusehen hat, steht im § 14.
[/quote]

Ich weiß nicht, ob ich mich richtig ausgedrückt habe.
Ich meinte inwieweit es eine Rolle für die Rechnungsstellung der Weiterberechnung spielt, ob man selber zum Vorsteuerabzug berechtigt ist.

Mal angenommen das Institut ist nur hoheitlich tätig und ist selber nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt. -> Wie sieht die Weiterberechnung RG an die Kunden aus?
Mal angenommen das Institut ist ein BgA und zum Vorsteuerabzug berechtigt. -> Wie sieht die Weiterberechnung an die Kunden aus (mit/ohne USt)?

Vielleicht mache ich es auch kopmplizierter als es tatsächlich ist, oder wo ist mein Gedankenfehler...

Tom998
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Re: Weiterberechnung von Lieferkosten

Beitragvon Tom998 » 15. Jul 2020, 17:03

Es gibt doch folgende umsatzsteuerliche Leistungsbeziehungen:
FedEx>Institut
Institut>Kunde

Für die Leistung Institut>Kunde ist es doch vollkommen egal, wie die Leistung von FedEx umsatzsteuerlich zu beurteilen ist.
Mal angenommen das Institut ist nur hoheitlich tätig und ist selber nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt. -> Wie sieht die Weiterberechnung RG an die Kunden aus?
Es wird berechnet, was vereinbart ist. Mangels VorStAbzug wäre brutto der Normalfall.
Mal angenommen das Institut ist ein BgA und zum Vorsteuerabzug berechtigt. -> Wie sieht die Weiterberechnung an die Kunden aus (mit/ohne USt)?
Auch hier wird berechnet, was vereinbart ist. Ob für die Leistung Institut>Kunde Umsatzsteuer anfällt oder nicht, muss man bei jeder Leistung prüfen. Wenn ja, besteht ein Vorsteuerabzug. Wenn nein, muss man prüfen, ob ein Vorsteuerabzug besteht; bei Ausfuhrlieferungen und igL ist das so. Die Nettoberechnung wäre also der Normalfall.


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