Hypothetischer Fall: Gewinn/Verlust aus nebenberufliche Journalistentätigkeit

Pernd
Beiträge: 1
Registriert: 15. Jan 2019, 08:08

Hypothetischer Fall: Gewinn/Verlust aus nebenberufliche Journalistentätigkeit

Beitragvon Pernd » 15. Jan 2019, 08:25

Hallo zusammen,

ich bin Bernd und neu hier. Ein wenig kenne ich mich mit Steuern aus den eigenen Steuererklärungen aus. Unter Zuhilfenahme vieler Beiträge aus u.a. diesem großartigen Forum versuche ich gerade, folgenden hypothetischen Sachverhalt aufzulösen und Bitte um Hinweis und Korrektur von euch Profis :)

Was wäre wenn..:
...ein glücklich im Hauptberuf Arbeitender A eine Nebentätigkeit (mit Gewinnerzielungsabsicht) nachgeht, mit der er ein Einkommen von ca. 500€ p.m. aus journalistischen Tätigkeiten zusätzlich erwirtschaftet.
Dieser jemand würde dies freiberuflich tun, müsste also u.a. für Transport, Kost und Logis während der Recherche selbst aufkommen.

Meine Hypothese: dieser jemand könnte die angefallenen Kosten als Werbungskosten den Einnahmen aus Werbung und Veröffentlichung gegenüberstellen (EÜR) und den daraus resultierenden Überschuss auf die übrigen Einkommensarten addieren und in Gänze versteuern. Richtig soweit?

Weiter geht es mit mit dem Gedankenspiel:
Leider zieht sich die Recherche manchmal hin, sodaß über Monate bzw. tlw. über einen Jahreswechsel hinweg Verluste entstehen.

Meine Hypothese: die Verluste würden als negative Gewinne ebenso auf die anderen Einkommensarten addiert und mindern so die Einkommenssteuerlast. Immer noch richtig?

Natürlich steht die Gewinnerzielungsabsicht trotz Nebentätigkeit im Vordergrund, sodaß unser A im darauffolgenden Jahr einen ansehnlichen Überschuss erzielt. Von diesem Erfolg angetrieben stellt A eine 450€-Kraft für Verwaltungstätigkeiten ein (zB die Ehefrau oder die Tante des Schwagers).

Meine Hypothese: Auch diese Kosten würden über die EÜR den Einnahmen gegenübergestellt und der positive wie negative Saldo auf die restlichen Einkommensarten übertragen. Auch richtig?

Über eure Gedanken zu dieser, zugegebenermaßen rein gedanklichen Übung würde ich mich sehr freuen.
Es grüßt herzlich,
Bernd

muemmel
Beiträge: 3876
Registriert: 7. Feb 2014, 15:08

Re: Hypothetischer Fall: Gewinn/Verlust aus nebenberufliche Journalistentätigkeit

Beitragvon muemmel » 17. Jan 2019, 19:37

Ist alles richtig - nur gibt es Ärger, wenn man längere Zeit keinen Gewinn erwirtschaftet: Das heißt dann "Liebhaberei" und es können in dem Fall auch rückwirkend Steuerbescheide wieder aufgehoben werden. Und das wird möglicherweise teuer...
ein glücklich im Hauptberuf Arbeitender A eine Nebentätigkeit (mit Gewinnerzielungsabsicht) nachgeht Die Gewinnerzielungsabsicht muß Ihnen das Finanzamt aber halt auch glauben.


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