Umsatzsteuer in der EÜR bei zwei Gewerben

Simon88
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Umsatzsteuer in der EÜR bei zwei Gewerben

Beitragvon Simon88 » 26. Jan 2022, 23:24

Guten Tag,

ich habe seit Jahren ein Gewerbe und nun hat mir das Finanzamt für die Solaranlage eine zweite Steuernummer zugeteilt.
Leider kann man nicht einfach pro Gewerbe eine Umsatzsteuervoranmeldung / Umsatzsteuererklärung machen, sondern muss es zusammengefasst übermitteln.
Für die Umsatzsteuerübermittlung soll ich die bisherige Steuernummer des älteren Gewerbes nutzen.

Die Umsatzsteuerzahlungen sind aber Betriebsausgaben, nur wie soll ich diese gemeinsam übermittelten Zahlen (also eine Abbuchung) wieder trennen, um es in die jeweilige EÜR eintragen zu können ?
Der Umsatz ist immer in vollen EUR (also ungenau), die Vorsteuer aber auf den Cent exakt in den Umsatzsteuervormeldungen anzugeben.
Dadurch ergibt sich ich immer eine Ungenauigkeit und die Zahlungen weichen von meinen reelen Zahlen leicht ab.

Die EÜR muss man aber nicht gemeinsam machen, sondern je Gewerbe.
Wie übertrage ich nun die Umsatzsteuerzahlungen in die EÜR, ich finde selbst nach Wochen Recherche dazu keine offizielle Regelung oder Fälle anderer.
Muss ich die Umsatzsteuerzahlungen pro Gewerbe aufteilen, doch wie - oder gebe ich die Umsatzsteuerzahlungen aus den Voranmeldungen / Jahreserklärung nur in der EÜR des Gewerbes an, über das ich laut Steuernummer die Umsatzsteuer übermitteln soll ?

Ergebnis wäre dann aber:
Im ersten Gewerbe, dem älteren, ist der Gewinn dann niedriger als er eigentlich wäre, da es auch die Umsatzsteuerzahlungen für Gewerbe zwei enthält.
Im zweiten Gewerbe, der Solaranlage, würde der Gewinn dann steigen, da die Umsatzsteuerzahlungen aus Betriebsausgabe fehlen.
In Summe gleicht sich das bei der Steuererklärung wieder aus, versaut mir aber meine Statistiken - ich kann also nicht mehr auswerten, wie hoch der tatsächliche Gewinn je Gewerbe ist - es vermischt sich.

Nur wie ich die Umsatzsteuerzahlungen aufteilen soll, wenn man es in beiden EÜR getrennt angeben muss, ist mir nicht klar, da nur eine gemeinsame Abbuchung vom Finanzamt erfolgt.


Ich würde mich über Ratschläge freuen, vielen Dank

Tom998
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Re: Umsatzsteuer in der EÜR bei zwei Gewerben

Beitragvon Tom998 » 27. Jan 2022, 05:54

Muss ich die Umsatzsteuerzahlungen pro Gewerbe aufteilen
Ja.
Nur wie ich die Umsatzsteuerzahlungen aufteilen soll, wenn man es in beiden EÜR getrennt angeben muss, ist mir nicht klar, da nur eine gemeinsame Abbuchung vom Finanzamt erfolgt.
Wenn Sie 150 an das FA zahlen und davon 80 auf Gewerbe 1 und 70 auf Gewerbe 2 entfallen, sind 80 in der EÜR 1 und 70 in der EÜR 2 zu erfassen. Wie denn sonst?

Simon88
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Re: Umsatzsteuer in der EÜR bei zwei Gewerben

Beitragvon Simon88 » 27. Jan 2022, 06:26

Wenn es so einfach wäre, hätte ich kein Problem.
Man gibt in der Umsatzsteuererklärung / -voranmeldung die Netto-Umsätze nur in vollen Euro (rundet also auf oder ab) und auch nicht die selbst berechnete Umsatzsteuer an.
Die Umsatzsteuer wird per Elster auf Basis des Netto-Umsatzes berechnet und ich kann nicht wie bei der Vorsteuer exakt meinen aus den Rechnungen berechneten Wert inkl. der Nachkommastellen eintragen.
Demnach sind es um am Beispiel zu bleiben satt 150 Euro, die ich zu bezahlen hätte z.B. 149,xx oder 150,xx die tatsächlich von Elster berechnet und später abgebucht werden.

Wie soll ich diese nicht deckungsgleiche Summe zu dem tatsächlich von mir exakt berechneten Wert dann auf die beiden EÜR der zwei Gewerbe aufteilen ?
Diese Unstimmigkeit wiederholt sich mit jeder einzelnen Umsatzsteuervoranmeldung und korrigiert sich erst mit der Jahres-Umsatzsteuererklärung etwas, aber auch nicht 100%ig da auch dort nur volle Euro bei den Umsätzen anzugeben sind.
Daher war eben die Überlegung, ob man eventuell nicht aufteilen muss, sondern die an das Finanzamt bezahlte Umsatzsteuer nur in der EÜR der Steuernummer anzugeben ist, die vom Finanzamt für das Thema "Umsatzsteuer" als zuständig festgelegt wurde.

Tom998
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Re: Umsatzsteuer in der EÜR bei zwei Gewerben

Beitragvon Tom998 » 27. Jan 2022, 08:04

Ob Sie eine Zahlung von 150 in 80 und 70 oder 80,53 und 69,47 oder gar 81,13 und 68,87 trennen, ist unerheblich, da geringe Rundungsdifferenzen von ein paar EUR hingenommen werden. Bei der Einkommensteuer werden ohnehin beide Gewinne zusammen gerechnet. Es wäre z.B. in den Fällen relevant, in denen für einen Betrieb Gewerbesteuerpflicht besteht. Dann können Sie natürlich den Aufwand des nicht gewerbesteuerpflichtigen Betriebes nicht einfach dem anderen Betrieb zuordnen.
Daher war eben die Überlegung, ob man eventuell nicht aufteilen muss, sondern die an das Finanzamt bezahlte Umsatzsteuer nur in der EÜR der Steuernummer anzugeben ist, die vom Finanzamt für das Thema "Umsatzsteuer" als zuständig festgelegt wurde.
Nein.

Severina
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Re: Umsatzsteuer in der EÜR bei zwei Gewerben

Beitragvon Severina » 27. Jan 2022, 13:16

Diese kleinen Differenzen fallen doch immer an, auch dann, wenn es nur einen Betrieb gibt.
Ich erfasse immer in einem Betrieb die Zahlen centgenau und lasse die Differenzen im anderen Betrieb ä.

taxpert
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Re: Umsatzsteuer in der EÜR bei zwei Gewerben

Beitragvon taxpert » 27. Jan 2022, 14:36

Wenn es so einfach wäre, hätte ich kein Problem.
Ganz ehrlich?

Sie sind nicht der einzige in D, der zwei Gewerbe hat! Oder zwei selbständige Tätigkeiten, oder ein Gewerbe und eine selbständige Tätigkeit, oder ein Gewerbe und eine Vermietung mit USt, oder eine selbständige Tätigkeit und eine Vermietung mit USt, oder -oh Schreck!- ein Gewerbe, eine selbständige Tätigkeit und ein Vermietung mit USt hat!

All diese Leute finden dies rein mathematische "Problem" lösbar!

taxpert
"I'm the taxman and you are working for no one but me!

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Simon88
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Re: Umsatzsteuer in der EÜR bei zwei Gewerben

Beitragvon Simon88 » 27. Jan 2022, 16:57

Vielen Dank für Euren Rat Tom und Severina.


So einfach scheint die Problematik nicht zu sein, sonst hätte ich ähnliche Antworten bereits vor Wochen anderswo erhalten. Sind einfach nicht alles Buchhalter oder Steuerberater und haben täglich damit zu tun.
Gut möglich, dass die wenigsten noch umfangreiche Excel-Tabellen mit komplierten Formeln führen / erstellen können, die alle Kennzahlen berechnen, auch für die Umsatzsteuererklärung und somit alles selbst ausrechnen - sondern es womöglich nur in die Steuer-Spar-Erklärung oder richtige Buchhaltungsprogramme eingeben - dann muss ich auch nicht nachdenken. Die Programme konsolidieren und trennen auch wieder.
Noch dazu kann ich nicht machen wie ich will oder meine, sondern es muss dazu eine offizielle Regelung geben (die man nirgends findet und mit Finanzamt braucht man sowas nicht zu besprechen) und nicht irgendwie frei Schnauze - diese suchte ich. Denkbar wäre eben auch wie mehrfach gesagt gewesen, dass man die Umsatzsteuerzahlungen nur über die EÜR der Umsatzsteuer-Steuernummer erfassen soll, alles anderen sind natürlich vollkommen getrennte Buchführungen. Wäre einfach gewesen und in der Einkommensteuer hätte es sich ohnehin wieder beim Gesamtgewinn ausgeglichen.
Es gibt auch genug, die sich abhängig machen und jeden Furz vom Steuerberater machen lassen, auch diese müssen mit solchen Problemen nicht umgehen. Dazu müssen Gewerbe aber erst einmal eine kritische Größe übersteigen, um sich den Luxus oder die Naivität leisten zu können. Anfänger bzw. Berufsfremde solls auch geben, die zwar das für deren Problemstellung wichtige und übliche wissen, aber manches Spezielles eben lieber vorher nachfragen, bevor es nach der Steuererklärung Stress gibt und man eine Prüfung bekommt.

So ins Lächerliche wie taxpert muss man es also nicht ziehen, ist schon etwas komplexer wenn man die ganze Buchhaltung mit sämtlichen Berechnungen ob nun Umsatzsteuer, Privatentnahmen /-anteil, KFZ, Abschreibung, die EÜR, zu erwartende Einkommensteuer, Krankenkasse, Jahres- / Monats- / Quartalsauswertungen usw. mit umfangreichen Excel-Tabellen und Formeln abhängig vom gewählten Jahr nach Monat, Quartal automatisch ermittelt - zu denen wohl 90% nicht in der Lage sind, sowas zu produzieren.
Man braucht sich ja nur einmal Formeln wie SUMMENPRODUKT ansehen und diese dann noch mit Formeln zur Filterung aller Daten nach Jahr, Monat, Quartal uvm. anreichern und schaun, wer da noch mit an Board ist oder wegen der technisch-mathematischen Komplexität aussteigt !
Bevor es ein Programm nach 3 Jahren nicht mehr gibt und damit die ganze Historie stirbt oder ich nicht alles so auswerten / erweitern kann wie ich es brauche, habe ich eben alles selbst umgesetzt !
Von den Kosten ganz abgesehen, die Warenwirtschaft ist bereits teuer genug.
Ich würde z.B. niemals meine ganzen Buchungen nur ins Steuerprogramm eintragen und müsste dann die Versionen der letzten 10 Jahre installiert haben, wenn ich die Entwicklung oder historisches nachsehen möchte.
Also ganz so verblödet bin ich nicht und kann durchaus mathematische Lösungen finden !


Mich nervt es jedenfalls, wenn ich Zahlen exakt ermittele und dann wegen einem Finanzamt-Formular ohne Nachkommestellen, dann meine Berechnungen nicht aufgehen. Auf der einen Seite muss alles exakt sein und dann trägt man mit so einem Formular dazu bei, dass es das nicht ist und alle Kontrollinstanzen ins Leere laufen. Man kann so am Jahresende nicht auf einen Blick prüfen, ob man selbst richtig rechnete (wäre Umsatzsteuer-Jahreserklärung 0,00 Euro) oder eben nur die Kommastellenproblematik zu Abweichungen führt.

Ja, die Abweichungen hat man auch bei nur einem Gewerbe - aber da hat es mich zwar genervt, dass meine schönen Zahlen nicht perfekt aufgehen, aber es war im Grunde egal, hab halt dann nur die abgebuchten Beträge in der EÜR erfasst - ich musste es ja nicht wieder auf zwei Gewerbe aufteilen.

Also man teilt das nur in etwa auf und nicht rechnerisch exakt, denn jedes Mal das prozentual auf Basis meiner selbst errechneten Werten zu gewichten, habe ich jetzt keine Lust - zumal Formeln dazu schwierig wären. Die Gewichtung ist mit jeder Umsatzsteuervoranmeldung ziemlich unterschiedlich.
Schade, dass man diesbezüglich mit Formeln wenig machen kann und alles manuell zu tun ist, ob nun 80/20, 70/30 oder 66/33 - was zudem auch wieder weitere Rundungsdifferenzen produzieren wird. Evtl. geht mit Severinas Ansatz etwas automatisches, klingt vernünftig und besser als anhand dem prozentualen Verhältnis je einzelner Umsatzsteuerzahlung wieder die Umsatzsteuerzahlungen aufzusplitten. Wäre schließlich nicht nur 1x im Jahr zu tun.

Jetzt weiß ich jedenfalls, dass man es aufteilen muss - gefällt mir bezüglich der beiden EÜR besser, da es sonst die Gewinne pro Gewerbe verfälschen würde, wenn die Umsatzsteuer EÜR-technisch nur einem Gewerbe zugeordnet werden würde, aber vom Aufwand hätte ich natürlich gerne darauf verzichtet. Auch wenn es sich in der Einkommensteuer wieder ausgleichen würde ...

Simon88
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Re: Umsatzsteuer in der EÜR bei zwei Gewerben

Beitragvon Simon88 » 27. Jan 2022, 19:16

Für andere die vor dem Problem stehen noch ergänzend die einfachste und wohl der offiziell erwartete logischere Lösungsweg.

Man muss es sich so vorstellen als würde man zunächst die Umsatzsteuervoranmeldung /-erklärung je Gewerbe einzeln machen, muss man im Grunde auch (natürlich nicht 2x ans Finanzamt abschicken). Ob nun irgendwie per Excel oder im Elster-Formular oder Steuer-Programm oder auf Papier ist jedem seine Entscheidung.
Damit hat man auch die Zahl "An das Finanzamt gezahlte Umsatzsteuer" für die EÜR bereits je Gewerbe einzeln und muss nicht erst später die konsolidierte Finanzamt-Abbuchung für die beiden EÜR beider Gewerbe aufteilen.
Erst diese einzeln ermittelten Zahlen konsolidiert man, summiert dieso als für das Elster-Formular auf und schickt es 1x für beide Gewerbe zusammen weg.
In den Einzelwerten ist die Nachkommastellen-Problematik bereits für jedes Gewerbe einzeln eingepreist.
Der vom Finanzamt abgebuchte Betrag entspricht damit zu 100% dem in der konsolidierten Umsatzsteuererklärung /-voranmeldung angegeben Wert, es wird weder mehr noch zu wenig abgebucht, sondern exakt dieser Wert.
Nur die einzelnen Werte je Gewerbe haben weiterhin die übliche minimale Abweichung, zwischen "selbst errechnet" und vom Finanzamt abgebucht, das sich eben dadurch ergibt, dass das Finanzamt beim Netto-Umsatz keine Nachkommastellen angegeben haben möchte - nur den Vorsteuerwert kann man auf den Cent genau bei Elster eingeben.

Bei den Netto-Umsätzen wird nicht mathematisch (5 auf, 4 ab) gerundet, sondern die Nachkommastellen einfach immer ignoriert (macht z.B. auch die Akademische Steuer-Spar-Erkläerung so). Also egal ob 500,9 oder 500,4 schreibt man nur 500 Euro Umsatz in die Umsatzsteuererklärung und es wird nicht mathematisch auf 501 gerundet.

Man rechnet auch NICHT die Gesamtumsätze aller Gewerbe mit den exakten Werten inkl. Nachkommastellen bis zum Endergebnis beider Gewerbe zusammen und lässt erst beim konsolidierten Umsatz für Elster die Nachkommastellen weg, sondern bereits bei den einzelnen Umsätzen.

Somit teilt man die Beträge für die EÜR bereits vorher und muss nicht erst nach Abbuchung vom Finanzamt einen Weg finden, die Summe auf beide Gewerbe entsprechend dem Anteil am Umsatz oder sonstiger Ansätze wie hier genannt (Gewerbe 1 centgenau, Gewerbe 2 Differenz zur Abbuchung) des jeweiligen Gewerbes bezüglich der jeweiligen EÜR aufteilen.

Severina
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Re: Umsatzsteuer in der EÜR bei zwei Gewerben

Beitragvon Severina » 27. Jan 2022, 19:50

Die meisten Unternehmer werden tatsächlich keine umfangreichen Exceltabellen aufstellen, sondern ein handelsübliches Buchführungsprogramm mit der Möglichkeit zur Konsolidierung der Umsatzsteuer verwenden, aus diesem die Voranmeldung automatisch befüllen und einmal jährlich eine Ausgleichsbuchung durchführen.

Der Spaß, den Sie offenbar mit der Ausarbeitung und Programmierung Ihrer Tabellen haben, soll Ihnen gern unbenommen bleiben, aber auch auf die Gefahr hin, dass Sie das übelnehmen: Es ist schon so, wie Taxpert sagt. Ihr von Ihnen als groß wahrgenommenes Problem ist für jemanden, der sich damit auskennt, tatsächlich eine alltägliche Kleinigkeit, die mit einem Federstrich erledigt wird.

Simon88
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Re: Umsatzsteuer in der EÜR bei zwei Gewerben

Beitragvon Simon88 » 27. Jan 2022, 22:12

Das wird aber bei Ihnen bezüglich anderer Thematik nicht anders sein.
Ich glaube jedoch kaum, dass ein Gärtnerei zu einem Hobby-Gärtner sagen würde, ob er sich nicht lieber einen Gärtner holt, weil er dafür zu blöd ist - nur weil man sich darüber informierte, welche Bedingungen man für das Wachstum der Pflanze beachten muss - aber grundsätzlich Erfahrung im Rahmen seines Bedarfs im hegen und pflegen selbiger hat ?
Bis mancher hier den Farbeimer und die Pinsel im Baumarkt ausgesucht hat, wird der Maler bereits den Raum gestrichen haben - warum machen es trotzdem so viele, nicht nur Geringverdiener ? Trotzdem schickt kein Baumarkt-Mitarbeiter jemanden wieder nach Hause oder knallt ihm einen Satz vor den Latz, nur weil er diese dumme Fragen schon 100x gestellt bekommen hat !
Ohne Wissen über die Fähigkeiten anderer, steht niemandem zu darüber zu urteilen, nur weil man nicht alle Details weiß oder keinen Fachjargon nutzt.

Es ist überheblich andere unterschwellig als dumm hinzustellen, nur weil es eine Thematik betrifft in der man sich besser auskennt und es Routine ist. Dann soll man gefälligst solche Foren verlassen, wenn einen das geistig unterfordert und freundlich fragende nicht so mit vollkommen nutzlosen Aussagen angehen !
Es gibt unterschiedliche Lösungen je nach Betrachtungsweise oder Rechenweg - es wurde aber die aus Sicht des Finanzamts richtige, akzeptierte Lösung gesucht.
Was ich hier bislang gelesen habe, war es jedenfalls nicht, sondern am Bau würde man es Pfusch bezeichnen.
Das Ergebnis ist womöglich gleich, anerkannt würde es wohl auch, da die Differenzen wenn überhaupt geringfügig sind, aber vollkommen korrekt war trotzdem erst meine beschriebene Lösung.
Wenn ich jemandem etwas erkläre, dann richtig - z.B. eben wegen der Gewerbesteuer richtig hingewiesen.

Jeder wird jedenfalls einmal in einem zum Beruf themenfremden Forum um Hilfe ersuchen und ich wünsche ihm, dass einem dann der Spiegel vorgehalten wird und man statt Hilfe auch nur zur allgemeinen Belustigung einen dämlichen Spruch gedrückt bekommt !
Alle die hier sind wissen nicht auch nicht alles zum Thema Steuern oder Buchhaltung, auch wenn es sich mancher scheinbar einbildet und wird zu irgendeinem Thema mal irgendjemanden Fragen müssen.
Es ist nicht mein Beruf, ich muss das Wissen haben um das zu erfüllen, was das Finanzamt bezüglich meinen Gewerben von mir möchte und fertig.

Es wäre ziemlich dämlich sich freiwillig der Buchführung zu unterziehen mit all dem Aufwand und den Kosten, wenn man dazu nicht verplichtet ist, nur weil alle 10-20 Jahre einmal ein Thema aufkommt, das mit einer automatisierten Buchführungssoftware nicht aufgekommen wäre. Von meiner Excel-Arbeit habe ich einen Nutzen, da ich es auf beliebig viele Gewerbe oder andere Gebiete funktionell übernehmen kann. Die Buchführungssoftware müsste man sich auch erst mindestens Monate bis in alle Details aneignen oder Kurse besuchen, idealerweise auch noch mehrfach da die Software inzwischen eingestellt wurde - wofür, wenn mans nicht beruflich benötigt ? Es geht nicht um eine GmbH mit Millionenumsätzen.

Mehr Respekt hat jemand verdient, der nicht nur stupide ein Buchhaltungsprogramm füttert, sondern alles was er benötigt auf seine Branche zugeschnitten selbst entwickelt und die Fähigkeiten dazu hat.
Dafür habe ich Jahrzehnte tausende Euro gespart und noch etwas gelernt, muss also nicht wie viele andere abnicken was andere empfehlen - man kanns ja selbst nicht, hat immer der Steuerberater oder das Programm gemacht ... aber man ist ja so schlau.
Ein Steuerprogramm für 20 Euro / Jahr ist vollkommen ausreichend - mehr als die Umsatzsteuer ist dann nicht manuell zu erledigen, die 1-2 Minuten habe ich gerade noch. Es macht aber keinen Sinn 4x so viel für das Steuerprogramm für Selbständige zu bezahlen, nur weil es dann Umsatzsteuer konsolidieren könnte.
Also selbst das ginge damit, wenn man denn will - ich habe aber für mich entschieden, dass mir die Auswertungsmöglichkeiten und anderes nicht ausreichen und ich statt der 60 Euro Mehrkosten und der Umstellung meiner jahrelangen Daten und der Verteilung von über Jahre gewachsenen Daten auf mehrere Programme lieber die 1-2 Minuten für die Umsatzsteuervoranmeldung aufbringe.

Es muss eben alles in Relation stehen, wenn man einen großen Betrieb hat, kann man sich Agenda, Lexware oder was weiß ich holen - doch selbst Mittelständler grummeln wegen der Kosten. Aber für die kleine private Solaranlage oder das Nebengewerbe machen solche Kosten nicht den geringsten Sinn.


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