Ehefrau stille Beteiligung Einzelunternehmen = Finanzamt tauglich?

Sven0
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Ehefrau stille Beteiligung Einzelunternehmen = Finanzamt tauglich?

Beitragvon Sven0 » 11. Okt 2020, 16:08

Hallo,

ich bin seit 20 Jahren Einzelunternehmer.
Um nicht bilanzierungspflichtig (60.000 Euro Gewinngrenze) zu werden, die Krankenkasse-Familienversicherung der Frau für das Kind zu nutzen und die Gewerbesteuer zu senken, würde ich gern meine (zusammenveranlagte) Ehefrau als "stille Beteiligung" einsetzen. Sie würde dafür keinen Betrag (Einlage) bezahlen, sondern als Gegenleistung für die Beteiligung 17h pro Woche in der Firma mitarbeiten. (Hinweis sie ist die restliche Zeit 23h pro Woche bei einem anderen Arbeitgeber angestellt).

Die Gewinnausschüttung wäre wie folgt:

- bis 59.999,99 Euro Betriebsgewinn: 0% Auszahlung
- von 60.000 - 69.999,99 Euro Betriebsgewinn: 15% Auszahlung
- von 70.000 - 79.999,99 Euro Betriebsgewinn: 25% Auszahlung
- von 80.000 - 89.999,99 Euro Betriebsgewinn: 34% Auszahlung
- von 90.000 - 99.999,99 Euro Betriebsgewinn: 40% Auszahlung
- ab 100.000 Euro Betriebsgewinn: 46% Auszahlung

Um die Akzeptanz beim Finanzamt zu erhöhen müsste die Ehefrau im selben Verhältnis auch die Verluste mittragen, d.h.:

- bis 59.999,99 Euro Betriebsverlust: 0%
- von 60.000 - 69.999,99 Euro Betriebsverlust: 15% Zahlung
- von 70.000 - 79.999,99 Euro Betriebsverlust: 25% Zahlung
- von 80.000 - 89.999,99 Euro Betriebsverlust: 34% Zahlung
- von 90.000 - 99.999,99 Euro Betriebsverlust: 40% Zahlung
- ab 100.000 Euro Betriebsverlust: 46% Zahlung

Da es bis 59.999,99 Euro Betriebsgewinn keine Auszahlung gibt, sind die Auszahlungen bei höheren Betriebsgewinnen dafür mehr als üblich höher.

Was denkt ihr, ist dieses Steuersparmodell Finanzamt tauglich?

bzw. könnte man vereinfacht formulieren das jeglicher Gewinn ab 60.000 Euro als Beteiligung ausgeschüttet wird, dafür im Gegenzug bei Verlusten ab 60.000 Euro gezahlt werden muss, ich denke aber das die obige Tabelle für das Finanzamt akzeptabler aussieht, obwohl es dasselbe ergibt.

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