Freiberufler Midijob?

MX12
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Freiberufler Midijob?

Beitragvon MX12 » 11. Nov 2020, 21:43

Hallo,

habe zwei Fragen bezüglich der Selbstständigkeit/Freiberufler.

Ich bin Student und arbeite nebenbei bei einem Nachhilfeinstitut. Dort bin ich laut Vertrag selbstständiger Freiberufler und muss mich selber um alles kümmern. Habe Ende 2019 dort angefangen und damals den Steuerberater meines Vaters angerufen und gefragt, ob ich irgendwas beim Finanzamt machen muss. Er meinte, solange ich nicht mehr als 8000 Euro oder so verdiene, brauche ich nichts anmelden etc. Ich kenne auch keinen, der dort arbeitet und irgendwas angemeldet hat. Dies habe ich auch ca. 1 Jahr später nicht verändert, bin jedoch misstrauisch und bezweifle die Aussage. Hier wäre meine Frage, ob ich irgendwas anmelden bzw. abgeben müsste.

Nun zum zweiten Punkt. Ich verdiente dort immer weniger als 450 Euro, habe jetzt allerdings das Angebot, meine wöchentliche Stundenanzahl zu erhöhen. So würde ich bei ca. 13 Stunden in der Woche monatlich 560 Euro verdienen und müsste ja in diesen sog. Midijob-Raum kommen. Ist dies allerdings auch bei Selbstständigen so? Diese Midijob-Rechner zeigen immer den Arbeitgeber- und Nehmer Anteil an. Bei 560 Euro mtl. bezahlt der Arbeitnehmer laut Rechner 75 und Arbeitgeber 111 Euro. Gehen diese Rechnungen auch in diesem Fall auf?

Ich freue mich über jede Antwort und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

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muemmel
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Re: Freiberufler Midijob?

Beitragvon muemmel » 12. Nov 2020, 16:14

(Editiert wg. Irrtum)
Sind Sie übrigens familienversichert? Falls ja, sehe ich da Probleme - schon mit der aktuellen Kombination aus Minijob und Freiberuflichkeit liegen Sie über der relevanten Einkommensgrenze, und mit dem Midijob erst recht...

MX12
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Re: Freiberufler Midijob?

Beitragvon MX12 » 14. Nov 2020, 22:58

@muemmel

Ich habe mich da mal informiert. Solange das Durchschnittsgehalt die 450 Euro Grenze nicht übersteigt, gibt es da diesbezüglich auch keine Probleme. Da das mein einziger Job ist und ich noch weit davon entfernt bin, ist das nicht das Problem. Es gibt anscheinend 2 andere Probleme, die mir das Leben schwer machen werden.
1. Sobald ich über 450 Euro komme, muss ich mich selbst versichern, ergo jeden Monat ca. 108 Euro an die KV abdrücken
und 2. Rentenversicherungsbeiträge zahlen. Bei 520 Euro, die ich wahrscheinlich zunächst verdiene, sind dies bei 18% ca. 93 Euro. Dann wäre ich bei netto 320 und somit unter dem was ich jetzt gerade verdiene. Das lohnt sich alles dann mit dem Freiberuflertum dann doch nicht...

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Re: Freiberufler Midijob?

Beitragvon muemmel » 15. Nov 2020, 12:38

Ach, die wollen Sie gar nicht anstellen? Der Begriff "Midijob" hat mich da verwirrt - Selbständige haben natürlich keinen Midijob, denn sie sind ja keine Arbeitnehmer. Damit entfallen natürlich auch die Privilegien des Midijobs. Und insofern lohnt sich das tatsächlich nicht.

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Re: Freiberufler Midijob?

Beitragvon MX12 » 17. Nov 2020, 10:02

Das will mir nicht ganz in den Kopf reingehen, wie ich mit 12h mehr im Monat 60 Euro weniger verdienen würde. Schade, dass Freiberuflern die Privilegien nicht gegönnt sind.


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