Besteuerung und Optionen für die Gesellschaftsform eines Aktien-Clubs

Moderator: muemmel

Juli_2511
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Besteuerung und Optionen für die Gesellschaftsform eines Aktien-Clubs

Beitragvon Juli_2511 » 10. Nov 2019, 18:48

Guten Abend,

ein paar Freunde und ich (insgesamt 10 Personen) haben seid kurzer Zeit einen Aktienclub. Wir unterhalten uns seid längerem über mögliche Gesellschaftsformen für den Club. Mich würde mal interessieren, welche Form Sie uns empfehlen würden, weil wir uns sehr uneinig sind.
Aktuelle läuft unser Portfolio über eine Person die unsere Gewinne alleine versteuert. Andere Optionen, die wir diskutiert haben, waren eine GBR, wo wir allerdings bedenken bezüglich der Haftung haben, besonders wenn es darum geht, dass jeder einfach ein Kredit über die GBR aufnehmen könnte ohne Absprache. Eine Alternative wäre für uns eine Kapitalgesellschaft, was uns aber wahrscheinlich zu teuer ist, auch wenn wir die Buchhaltung selber machen könnten, haben nämlich 4 BWL Studenten unter uns.
Ein paar Angaben zu unserem Portfolio:
- Größe aktuell unter 10.000 €
- monatliche Einzahlung 30 € p.p.
- Unsere Strategie ist großteils buy and hold, jedoch kommt es auch mal zu Verkäufen.

Ich bin für jede Hilfe sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Julian Epping

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reckoner
Beiträge: 384
Registriert: 20. Jun 2017, 23:21

Re: Besteuerung und Optionen für die Gesellschaftsform eines Aktien-Clubs

Beitragvon reckoner » 10. Nov 2019, 21:28

Hallo,
Aktuelle läuft unser Portfolio über eine Person die unsere Gewinne alleine versteuert.
Das dürfte so schon aus mindestens zwei Gründen nicht zulässig sein:
1. darf niemand Konten für Fremde führen (Kontenwahrheit), ergo ist es Geldwäsche.
2. muss immer der wirkliche Eigentümer versteuern, ergo ist es Steuerhinterziehung.

Und für alles andere (GbR, GmbH, UG etc.) braucht ihr wahrscheinlich eine BaFin-Zulassung (ohne Gewähr).

Aber schaut euch doch mal Wikifolio an (ich kenne mich damit auch nicht aus, aber man hört immer mal etwas davon).

Und wenn ihr lernen wollt, oder eure Strategien überprüfen, dann könnte der Club auch nur ein fiktives Musterdepot anlegen (geht beispielsweise bei Comdirect), und jedes einzelne Clubmitglied kann das dann in einem realen Depot abbilden, oder sogar versuchen besser zu sein. Damit läge die letztendliche Anlageentscheidung auch bei jedem selber, also keinerlei Haftung der anderen; und auch nicht so viel Streit.

Stefan

Juli_2511
Beiträge: 2
Registriert: 10. Nov 2019, 18:33

Re: Besteuerung und Optionen für die Gesellschaftsform eines Aktien-Clubs

Beitragvon Juli_2511 » 11. Nov 2019, 11:04

Hi Stefan,

danke für deine Hilfe. Ich habe mir grade mal das Gesetz und das Merkblatt der Bafin dazu angeschaut, dort steht, dass man keine BAFIN zulassung braucht, wenn man kein Mitglied gewerblich beworben hat. Ergo würden wir keine BaFin Zulassung brauchen. Ich denke wir werden dann eine Gbr anmelden und gegebenfalls diese irgendwann zu einer GmbH umschreiben lassen, wenn das Kapital zu groß werden sollte.

Gruß Julian


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