Kinderwunschbehandlung / Ehe / Gemeinsame Veranlagung?

Matze78
Beiträge: 1
Registriert: 20. Okt 2021, 11:49

Kinderwunschbehandlung / Ehe / Gemeinsame Veranlagung?

Beitragvon Matze78 » 20. Okt 2021, 12:11

Liebe Community,

ich habe eine Frage an euch, und bitte um eure Einschätzung. Folgende Konstellation haben wir vereinfacht:

Meine Frau: Zu versteuerndes Einkommen ca. 50 T€
Ich: zu versteuerndes Einkommen ca. 100 T€

Wir sind in diesem Jahr in Kinderwunschbehandlung (auf private Rechnung) und auch seit diesem Jahr verheiratet. Für die Kinderwunschbehandlung haben wir insgesamt ca. 10.000€ ausgegeben (Rechnungsempfänger aufgrund des Krankheitsbildes meine Frau).

Mit Blick auf die Steuer in 2021 stelle ich mir nun die Frage, ob wir uns gemeinsam veranlagen lassen, oder ob nicht eher eine getrennte Veranlagung sinnvoll ist.

Meine Einschätzung bisher ist: Durch die gemeinsame Veranlagung können wir noch einen kleinen Teil Steuern optimieren (weil sie noch nicht beim 42% Steuersatz angekommen ist), sowie außerdem Teile des von mir gezahlten Soli zurück erhalten. Eine Anrechnung der Kinderwunschbehandlung wird jedoch nicht möglich sein, da wir mit zusammen 150 T€ bei einer "belastbaren Eigenleistung" nicht über die 10.000 € kommen.

Lassen wir uns getrennt veranlagen, kann bei meiner Frau hingegen ein großer Teil der Kinderwunschkosten angesetzt werden. Überschlägig hätte ich gesagt: 50 T€ x 6% zumutbarer Eigenanteil = 3 T€, d.h. sie kann 7 T€ geltend machen, und bekommt davon grob 35% erstattet, was die Soli-Rückerstattung und den geringen Splittingvorteil (ca. 1T€) deutlich überwiegt.

Könnt ihr mir grob ein Feedback geben, ob ich damit auf dem richtigen Dampfer bin? Danke!

VG Matze

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