Sparen Steuerklassen wirklich Geld?

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Kaspatoo
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Sparen Steuerklassen wirklich Geld?

Beitragvon Kaspatoo » 2. Nov 2013, 13:44

Hallo,

sie längerer Zeit versuche ich der folgenden Frage Herr zu werden und entweder verstehe ich die Antworten im Netz nicht oder Sie sind wiedersprüchlich.
Überall heißt es bessere Steuerklasse wählen und bares Geld sparen.

Aber spart man wirklich Geld oder nur für den Moment?

Also andere Steuerklasse sorgen dafür, dass übers Jahr gesehen, also monatlich eine besser angepasste Steuerquote bezahle, mit dem Ziel am Jahresende oder im folgenden Jahr mit der Einkommenssteuererklärung möglichst wenig nachzahlen zu müssen oder zurückgezahlt zu bekommen.

In so fern gibt es grob gesagt zwe Varianten:
- Ich zahle weiter SK1 und bekomme im nächsten Jaht ne dicke Zurückzahlung
- ich bekomme eine andere SK (weil Partner weniger/ mehr bezahlt) und muss nun im Monat weniger Steuern bezahlen als zuvor, dafür bleibt die dicke Nachzahlung aber aus

Gleicht sich das alles nicht so oder so mit der Einkommenserklärung aus? Sprich am Ende bezahlen alle dann doch dieseleben Steuern?
Das einzige was für mich ersichtlich wäre, was man spart, sind die sonst entgangenen Zinsen für das Geld, auf das ich ein Jahr auf Rückzahlung warten musste.

Falls meine Frage nicht klar geworden ich, versuche ich Sie noch einmal zu erläutern.
Aber wenn nicht: vielleicht kann mir hier mal jemand Klarheit bringen, danke.

Tempelhof123
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Re: Sparen Steuerklassen wirklich Geld?

Beitragvon Tempelhof123 » 5. Nov 2013, 01:42

Hallo,
Sie haben das alles vollkommen richtig verstanden.
Mit der Steuerklassenwahl kann man die monatlichen Abzüge beeinflussen, aber abgerechnet wird per Schluss, das heißt durch Abgabe der Steuererklärung. Also minimaler Vorteil sind die Zinserträge, die man zur Zeit aber auch vergessen kann.
Gruß Thomas

Kaspatoo
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Re: Sparen Steuerklassen wirklich Geld?

Beitragvon Kaspatoo » 5. Nov 2013, 09:45

Schön, danke :)

Kaspatoo
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Re: Sparen Steuerklassen wirklich Geld?

Beitragvon Kaspatoo » 23. Jan 2014, 09:15

Hallo,

ich hatte das Thema letzte Tage noch einmal und bin nun verunsichert worden.
Es wurde behauptet, dass wenn man mehr Steuern übers jahr Zahlt (vermeintliches weniger Netto vom Brutto jedoch mit ausgleichender Nachzahlung am Jahresende zugunsten des Steuerzahlers), zahlt man zunächst auch mehr steuerabhängige Leistungen wie Kirchensteuer und Soli. Diese werden aber nicht erstattet, da nur eine Steuerrückzahlung erfolge.

Dies kann ich mir eigentlich nicht vorstellen dass das wirklich so ist (weil dann kann man wirklich bares Geld sparen, mehr als nur die Zinsen).

Dann frage ich mich auch, ob wohl der andere Fall, also anders herum, ebenso behandelt wird. Aber da lässt sich das Finanzamt mit Sicherheit nicht lumpen, oder?


In dem Zusammenhang kommt gleich noch eine Frage auf: Kann das Finanzamt für die ihm entgangenen Zinsen, Zinsen nachforder? Kann man im Gegenzug selbst Zinsen vom Finanzamt forder? (hier reicht ein einfaches ja, nein, jein)


Danke.

tripletwenty
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Re: Sparen Steuerklassen wirklich Geld?

Beitragvon tripletwenty » 23. Jan 2014, 10:31

Es wurde behauptet, dass wenn man mehr Steuern übers jahr Zahlt (vermeintliches weniger Netto vom Brutto jedoch mit ausgleichender Nachzahlung am Jahresende zugunsten des Steuerzahlers), zahlt man zunächst auch mehr steuerabhängige Leistungen wie Kirchensteuer und Soli. Diese werden aber nicht erstattet, da nur eine Steuerrückzahlung erfolge.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass auf dem Steuerbescheid, den man nach der Abgabe der Steuererklärung erhält, aufgeschlüsselt ist, wie viel Lohnsteuer, Kirchensteuer und Soli zuviel bezahlt wurde und die Summe der drei Beträge dann natürlich in einer einzelnen Zahlung zurückerstattet wird.

Kaspatoo
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Re: Sparen Steuerklassen wirklich Geld?

Beitragvon Kaspatoo » 25. Apr 2014, 16:03

eine Sache gibt es nun doch, die die Wahl der Steuerklasse und von Freibeträgen äußerst wichtig macht:
Lohnersatzleistungen werden vom NETTO berechnet. Wer also sich nicht um die Steuerklasse und Freibeträge kümmert, hat im Fall von Lohnersatzleistungen für die Ersatz-Zeit weniger Geld, welches man wohl (?) nicht nachfordern kann.
Zu Lohnersatzleistungen gehören z.B. Krankengeld, Elterngeld oder Arbeitslosengeld.


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