Werkstudent Freibetrag, Lohnsteuer zurückholen

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RaRo
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Werkstudent Freibetrag, Lohnsteuer zurückholen

Beitragvon RaRo » 10. Okt 2019, 13:06

Hallo zusammen,

als Werkstudent kann man im Jahr ja bis zu 9168 € verdienen ohne Lohnsteuern zu zahlen. Bzw. man kann, falls welche schon abgeführt worden sind, diese ja vom Finanzamt mit einer freiwilligen Steuererklärung zurückholen. Wenn man nicht über den Betrag liegt.

Meine Frage: Wie viel Lohnsteuern müsste ich zahlen, wenn ich zb 9169 € im Jahr verdienen würde als Werkstudent? Oder von mir aus 10.000€?
Sollte ich als Werkstudent, wenn ich nur knapp mehr verdienen könnte, den Betrag lieber einhalten oder fallen im Prinzip nur auf jeden Euro der über die 9169 € hinausgeht dann Lohnsteuern an? Ab wann ist es lohnend mehr zu verdienen?

Mein Fall: Habe bisher grob 7.800 brutto verdient. Da ich in den Ferien 40h / Woche gearbeitet habe, sind mir zum ersten mal Lohnsteuern + Kirchensteuern und der Soli abgezogen worden. Die würde ich gerne wieder zurückbekommen am Ende des Jahres.
Sprich, ich kann noch 1368€ für Okt, Nov und Dez verdienen. Dann wäre ich drunter und bekomme alles wieder. Doch bei meiner Arbeit könnte ich pro Monat c.a. noch 1000€ verdienen. Sprich gut 1500€ mehr wären drin noch dieses Jahr. Würde das sich für mich lohnen will ich eig nur wissen. Was müsste ich da am Ende dann an Lohnsteuern zahlen bzw wieviel würde ich von den bisher abgezogenen wieder zurückbekommen. Ich hoffe ich habe den Fall verständlich formuliert.
Die ganzen Steuerrechner ziehen ja immer auch sowas wie Pflegeversicherung ab etc. Oder wenn ich eingebe, dass ich etwas mehr verdiene muss ich immer noch keine Lohnsteuern zahle. Entgegen der ganzen Beiträge im Internet. Das hilf mir leider auch alles nur semi weiter.
Deshalb dieser Beitrag. Vielen lieben Dank schon mal :)

muemmel
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Re: Werkstudent Freibetrag, Lohnsteuer zurückholen

Beitragvon muemmel » 10. Okt 2019, 16:09

Sie übersehen hier schlicht, dass es noch mehr Freibeträge gibt: Da ist zunächst mal die Werbungskostenpauschale von 1000 Euro. Dann sind da die Vorsorgeaufwendungen (SV-Beiträge). Und so können Sie so alles in allem etwa 12000 Euro verdienen, ohne in die Steuerzone zu kommen.

Severina
Beiträge: 734
Registriert: 3. Dez 2017, 23:48

Re: Werkstudent Freibetrag, Lohnsteuer zurückholen

Beitragvon Severina » 10. Okt 2019, 16:20

Hallo zusammen,

als Werkstudent kann man im Jahr ja bis zu 9168 € verdienen ohne Lohnsteuern zu zahlen. Bzw. man kann, falls welche schon abgeführt worden sind, diese ja vom Finanzamt mit einer freiwilligen Steuererklärung zurückholen. Wenn man nicht über den Betrag liegt.

Das ist so schon mal nicht richtig. Die 9.168 € sind der Grundfreibetrag (2019!), der gilt für alle Steuerpflichtigen, nicht nur für Werksstudenten, und um keine Steuer zahlen zu müssen, darf das zu versteuernde Einkommen diesen Betrag nicht überschreiten, nicht der Bruttolohn - das ist längst nicht dasselbe.

Meine Frage: Wie viel Lohnsteuern müsste ich zahlen, wenn ich zb 9169 € im Jahr verdienen würde als Werkstudent? Oder von mir aus 10.000€?
Sollte ich als Werkstudent, wenn ich nur knapp mehr verdienen könnte, den Betrag lieber einhalten oder fallen im Prinzip nur auf jeden Euro der über die 9169 € hinausgeht dann Lohnsteuern an? Ab wann ist es lohnend mehr zu verdienen?

Mein Fall: Habe bisher grob 7.800 brutto verdient. Da ich in den Ferien 40h / Woche gearbeitet habe, sind mir zum ersten mal Lohnsteuern + Kirchensteuern und der Soli abgezogen worden. Die würde ich gerne wieder zurückbekommen am Ende des Jahres.
Sprich, ich kann noch 1368€ für Okt, Nov und Dez verdienen. Dann wäre ich drunter und bekomme alles wieder. Doch bei meiner Arbeit könnte ich pro Monat c.a. noch 1000€ verdienen. Sprich gut 1500€ mehr wären drin noch dieses Jahr. Würde das sich für mich lohnen will ich eig nur wissen. Was müsste ich da am Ende dann an Lohnsteuern zahlen bzw wieviel würde ich von den bisher abgezogenen wieder zurückbekommen. Ich hoffe ich habe den Fall verständlich formuliert.
Die ganzen Steuerrechner ziehen ja immer auch sowas wie Pflegeversicherung ab etc. Oder wenn ich eingebe, dass ich etwas mehr verdiene muss ich immer noch keine Lohnsteuern zahle. Entgegen der ganzen Beiträge im Internet. Das hilf mir leider auch alles nur semi weiter.
Deshalb dieser Beitrag. Vielen lieben Dank schon mal :)
In der Lohnsteuertabelle, nach der sich der Lohnsteuerabzug rechnet, ist der Arbeitnehmerpauschbetrag von 1000 € (Jahresbetrag) mit eingearbeitet - das ist eine Werbungskostenpauschale, die bei jedem Arbeitnehmer in Abzug gebracht werden darf. Wenn Sie persönlich Werbungskosten von mehr als 1.000 € haben, dürfen Sie auch einen höheren Betrag abziehen. Außerdem werden noch Sonderausgaben abgezogen. Tipp: geben Sie die voraussichtlichen Daten für 2019 in einer Software zur Einkommensteuererklärung im Jahr 2018 (z.B. Elster Formular, das ist die offizielle Software und völlig kostenlos) ein, die Abweichungen zwischen den Jahren dürften gering sein. 'Lohnen' wird sich die Arbeit auf jeden Fall, da die Steuerbelastung bei Einkünften nur knapp über dem Grundfreibetrag sehr niedrig ist.


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