Ausgaben für örtlich entfernten Ausbildungsabschnitt

Betriebsausgaben / Werbungskosten

Moderator: muemmel

Canada
Beiträge: 12
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Ausgaben für örtlich entfernten Ausbildungsabschnitt

Beitragvon Canada » 4. Jun 2019, 23:36

Hallo!

Vor meinem Berufseinstieg habe ich noch einen letzten zweimonatigen Studienabschnitt in einer Stadt 500 Km von zuhause entfernt absolviert. Dort habe ich mietfrei bei einer Freundin gewohnt ohne mich dort zu melden. Es gab auch einen geringfügigen Lohn durch die dortige Ausbildungseinrichtung.

Welche Kosten lassen sich also absetzen?
Können Fahrtkosten nach dem Schema 2*500Km*0,30 Euro angegeben werden? Evt. nochmal das gleiche für ein Bewerbungsgespräch dort? (ginge das auch, angenommen man wäre zum Sparpreis mit der Bahn dorthin gereist?)
Kann eine Verpflegungspauschale abgesetzt werden?
Was ggf. noch?

Und dann am besten absetzen als Sonderausgaben für die Ausbildung? Oder wo würdet ihr es eintragen?
Auf Anlage N mache ich bisher einfach die 1000-Euro Werbungskostenpauschale geltend, wär natürlich schade, wenns darin einfach untergehen würde.

Freue mich auf euere Hinweise!

Viele Grüße

 
schlauelia
Beiträge: 2048
Registriert: 19. Jul 2011, 18:54

Re: Ausgaben für örtlich entfernten Ausbildungsabschnitt

Beitragvon schlauelia » 5. Jun 2019, 08:51

Erstausbildung sind Sonderausgaben, ab Zweitausbildung Werbungskosten.

Ob es schade wäre, ist steuerlich nicht relevant! Es ist wie es ist!

Lia

hennes1286
Beiträge: 4
Registriert: 12. Jun 2019, 18:12

Re: Ausgaben für örtlich entfernten Ausbildungsabschnitt

Beitragvon hennes1286 » 12. Jun 2019, 18:38

Guten Abend,
generell können nur tatsächlich angefallene Kosten erstattet werden. Zudem muss ein Einkommen vorhanden sein. Es ist nicht möglich Werbungskosten von zum Beispiel 2000 Euro gegen ein Einkommen von 1000 Euro zu verrechnen (Grundfreibetrag 9000 Euro).
Durch das mietfreie Wohnen sind aus meiner Sicht keine Nennenswerten Kosten angefallen.
Einzige Möglichkeit ist daher alle angefallen Kosten an zu geben und einen Verlustvortag an das FA zu melden.
Nach meinem aktuellen Stand wird das FA diesen Verlustvortrag für das Erststudium aktuell nicht anerkennen. Dies könnte sich aber mit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes ändern. Steuerbescheide würden dann entsprechend abgeändert werden.

Grüße
Hennes


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