Dienstwagen: falsche Kilimoeterangabe

Arbeitslohn etc.

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Atinkur
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Dienstwagen: falsche Kilimoeterangabe

Beitragvon Atinkur » 11. Okt 2009, 10:39

Ich nutze auch privat einen Firmenwagen. Dafür versteuere ich über die Gehaltsabrechnung monatlich nach der Pauschalmethode 1% des Listenpreises plus 0,03% des Listenpreises pro Entfernungskilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.
Nun fahre ich aber eher selten ins Büro (etwa einmal pro Woche), meistens arbeite ich direkt beim Kunden.
Daher wäre für mich die Nachweismethode günstiger. Ich habe daher ein Fahrtenbuch geführt und jede Fahrt erfasst.

Dabei ist mir allerdings eine Ungereimtheit aufgefallen: Bisher habe ich für die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte 17 km angegeben, tatsächlich ist die kürzeste Entfernung aber 27 km, und tatsächlich fahren (über Autobahn) tue ich 37 km (jeweils einfacher Weg). Natürlich habe ich auch jeweils nur 17 km als Werbungskosten geltend gemacht.

Wenn ich nun die Nachweismethode anwende (was mir 200-300 Euro Einkommensteuer sparen würde), wird dem Finanzamt diese Unstimmigkeit sicher auffallen. Was passiert dann?
Ich nehme an, dass dann die Einkommensteuerbescheide der letzten 10 Jahre neu berechnet werden.
Kann ich davon ausgehen, dass ich dann zwar die Differenz zwischen 27 km und 17 km mit 0,03% des Listenpreises nachversteuern muss, dafür aber auch für insgesamt 37 km Werbungskosten geltend machen kann?
Oder macht das Finanzamt zwar eine Verböserung geltend, verweigert aber den dann auch höheren Werbungskostenabzug?

Weitere Informationen im Steuer-Ratgeber:
Einkommensteuer   Ι   Einkünfte   Ι   Fahrtenbuch   Ι   Finanzamt   Ι   Firmenwagen   Ι   Steuerberater   Ι   Werbungskosten
 
incometax
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Re: Dienstwagen: falsche Kilimoeterangabe

Beitragvon incometax » 14. Okt 2009, 09:07

Du haftest nicht für die falsche km Angaben, sondern dein Arbeitgeber.
Außerdem wenn du weniger als 46 Tage im Jahr im Büro bist, musst du auch nicht 0,03% versteuern. Vertriebler bzw. Aussendienstler versteuern nur die 1%! Frag mal dein Arbeitgeber danach, er soll sich von seinem Steuerberater beraten lassen. ;)

Gruss


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